Vogel- und Naturschutz

Vogelschutz

Neben den „normalen“ Nistkästen werden durch unseren Verein auch Kästen für Waldkauz und Schleiereule aufgehängt und regelmäßig kontrolliert.

Bei der Schleiereule betreuen wir 4 Quartiere, davon 2 in Glattbach. Im Dachstuhl der alten Kirche befindet sich ein Schleiereulenkasten, der aber leider nicht zur Brut benutzt wird. Kotspuren weisen aber auf eine Nutzung als Schlafplatz hin. In einer Glattbacher Scheune war seit Mitte der 90er Jahre regelmäßig mit einem Bruterfolg zu rechnen. Leider wurde im Frühjahr 2002 ein totes Exemplar als Opfer des Straßenverkehrs gefunden. Die Besorgnis, daß es sich dabei um einen Teil des Glattbacher Brutpaares handelte, bestätigte sich leider. Seitdem wurde in Glattbach keine Brut mehr beobachtet. Die Kästen werden aber noch durch Eulen benutzt, so daß die Hoffnung besteht, daß sich wieder ein Brutpaar findet.

Das 3. Quartier befindet sich in einem alten Trafoturm in Breunsberg. Hier ist seit 1997 in ununterbrochener Folge ein Bruterfolg beobachtet.

Das 4. Quartier befindet sich im Glockenturm der Hösbacher Kirche. Hier ist auch ein Schleiereulenkasten aufehängt. Leider ist hier noch kein Bruterfolg beobachtet worden.

Für den Waldkauz sind 4 Kästen im Wald verstreut aufgehängt. In den Jahren 2000 und 2001 sind eine, bzw. zwei erfolgreiche Bruten beobachtet worden. In den Jahren 2002 und 2003 kam es leider zu keiner Brut. Hierfür war möglicherweise der lange Holzeinschlag in den entsprechenden Waldabteilungen verantwortlich.

Landschaftspflege

Geschützter Landschaftsbestandteil Wankelgrund

Im Jahr 1985 wurde der Kernbereich des Wankelgrundes als geschützter Landschaftsbestandteil durch die Regierung von Unterfranken ausgewiesen. Die Stadt Aschaffenburg als Eigentümerin der Flächen verpachtete diese an den Landesbund für Vogelschutz in Bayern. Da der Wankelgrund direkt an die Glattbacher Gemarkung angrenzt übernahm der Vogel- und Naturschutzverein Glattbach die Pflege für das Gelände.

Schutzzweck:
Zweck der Unterschutzstellung des Landschaftsbestandteiles ist es, den Biotopkomplex wegen seiner hohen Bedeutung für Flora und Fauna mit Vorkommen von Arten der Roten Liste und als wichtiges Rückzugsgebiet zahlreicher bedrohter Tierarten zu erhalten und zu entwickeln.

Hierzu zählen in besonderer Weise: Ein Mosaik aus botanisch wertvollen kleinräumigen wechselnden Trocken- und Feuchtflächen wie

  • Hecken/Gebüsch/Feldgehölze,
  • Feuchtwiesen, krautreiche Magerwiesen u.a. Salbei-Glatthaferwiese,
  • Schilfröhricht,
  • Seggenbestand und Hochstaudenflur und
  • Streuobstbestände.

Der Lebensraum seltener Tierarten wie

  • Vögel u.a. Dorngrasmücke, Sumpf- und Teichrohrsänger,
  • Tagfalter insbesondere Dunkler Wiesenknopf-Ameisen Bläuling,
  • Amphibien und Reptilien.

Zur Belebung des Landschaftsbildes im Stadtteil Damm beizutragen.

Mit der Unterstützung eine Biologen der auch einen Pflegeplan für den Wankelgrund erstellt hatte ging es 1985 mit den Pflegemaßnahmen los. Zunächst galt es das Massenvorkommen der Kanadischen Goldrute einzudämmen. Durch den enormen Stickstoffeintrag aus denn umliegenden intensiv genutzten Ackerflächen wuchs die Goldrute auf allen freien Flächen im Reinbestand. Sie verdrängte bei diesem Massenvorkommen die Vorvegetation und kann dadurch das ökologische Gleichgewicht beeinträchtigen. Durch die intensive Mäharbeit der vergangenen Jahre wandelte sich das Bild von einer Goldrutenwiese in eine Mähwiesengeselschaft.

Um das gesamte Gebiet aufzuwerten wurden seit 1985 ca. 80 Meter neue Hecken, sowie 40 Hochstammobstbäume angepflanzt. Die Gesamtfläche wurde von ca. 3 ha auf mittlerweile 6,6 ha. durch Pacht oder Ankauf vergrößert.

Röhrsgraben

Um den dortigen Halbtrockenrasen in seiner Arten Vielfalt zu erhalten sind dort Pflegemaßnahmen nötig. Wenn keine Maht erfolgen würde wäre diese wertvolle Fläche längst schon verbuscht. Einmal pro Jahr wird gemäht um insbesondere die aufkommenden Schlehen zurückzudrängen. Der Insektenreichtum kommt dem Neuntöter Brutpaar in der angrenzenden Heckenzeile sehr zugute.

Kommentare sind geschlossen.